Mobiliarforum

Innovation – ein Erfolgsfaktor von Schweizer KMU

Die KMU werden als das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft bezeichnet. Damit sie auch in Zukunft die starke Basis der heimischen Wirtschaft bilden, ist neben dem Know-how und der Qualität der Produkte und Dienstleistungen die Innovation ein Schlüssel. Kontinuierliche Erneuerung ist gefordert. KMU sollen heute die Fragen beantworten, die Kundinnen und Kunden morgen und übermorgen stellen. 

In einer immer komplexeren Welt mit eng getakteten neuen, teils existenziellen Herausforderungen keine leichte Aufgabe. Hier setzt das Mobiliar Forum an. In Thun und Lausanne bietet das genossenschaftlich verankerte Unternehmen Innovationswerkstätten für KMU an. In zweieinhalb Tagen werden hier zu Aufgabenstellungen aus den Betrieben konkrete Lösungen in Form von Prototypen entwickelt. Auf Basis eines klar strukturieren Prozesses, der professionell begleitet und erst noch kostenlos ist. Dennoch eine nicht zu unterschätzende Investition für die KMU, wenn die Teilnehmenden während dieser Zeit nicht im Betrieb sind. Die Investition zahlt sich jedoch mehrfach aus.

Breit abgestützte Ideen
Die KMU gehen mit konkreten Ideen zurück ins Unternehmen, die sie weiterverfolgen und umsetzen können. Diese Ideen sind breit abgestützt und haben Potenzial zum Erfolg, weil sie von gemischten, multidisziplinären Teams aus den Unternehmen entwickelt werden – sozusagen von der «kollektiven Intelligenz» des Unternehmens. Oder, wie es Eliane Bovitutti, Direktorin von EPSM Le Rôtillon, sagt: «Die verschiedenen Blickwinkel und der Bottom-up-Ansatz sind sehr förderlich für das Ergebnis.» Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die konsequente Kundenzentrierung im Ideenentwicklungs-Prozess. 

Gewinn an Know-how und Teamkultur
Das KMU kann auch darüber hinaus vom Prozess an sich profitieren und das erworbene Know-how, wie Innovation effizient und zielgerichtet entsteht, im Betrieb einbauen. So beschreibt Tobias Gerfin, CEO von Kuhn Rikon, dass Innovation in seinem Unternehmen seit dem Besuch im Mobiliar Forum Thun anders funktioniere. Sie seien agiler und ergebnisoffener, würden ungewöhnlichen Ideen mehr Raum geben, aber die nicht erfolgversprechenden auch schneller verwerfen. So hätten sie an Tempo zugelegt. 

Der Workshop schweisst nicht zuletzt das Team zusammen. Die Teilnehmenden im Mobiliar Forum gehen gemeinsam durch Höhen und Tiefen. Letztere sind im Prozess nicht nur normal, sondern dem Ergebnis sogar zuträglich. Und abends sitzt man bei einem feinen Essen und einem Glas Wein nochmals zusammen und diskutiert in anderem Rahmen weiter. 

Erprobt seit 2014
2014 wurden nach einer Entwicklungsphase, in der die ETH Zürich und die Universität für Wissenschaft und Technik in Trondheim involviert waren, erste Pilotworkshops angeboten. Basis für das Format «Mobiliar Forum» war die Design Thinking-Methode, die ursprünglich an der Standford University entwickelt wurde. Seit 2015 werden die Workshops regulär im Schloss Thun durchgeführt, seit 2020 auch auf der Plateforme 10 in Lausanne. Die Orte wurden sehr bewusst so ausgewählt, dass sie den Prozess in optimaler Weise unterstützten. In Thun und in Lausanne können Workshops in allen drei Landessprachen angeboten werden. 

Inzwischen wurden rund 250 Workshops mit über 2500 Teilnehmenden mit KMU sowie NGOs und NPOs durchgeführt. Nicht alle waren Mobiliar-Kunden, denn die Teilnahme ist nicht an eine Kundenbeziehung gebunden. Das Mobiliar Forum ist ein Gesellschaftsengagement der Mobiliar, daher sind die Workshops für die Teilnehmenden kostenlos (mit Ausnahme von An- und Abreise, Übernachtung und Abendessen.)
 

Mehr Informationen und freie Termine unter www.mobiliar.ch/mft bzw. www.mobiliere.ch/fml