Lockdown

Nachgefragt: was bedeutete der Lockdown für die beqom SA?

Wir haben den Gewinner des «Prix SVC Suisse romande 2018» gefragt:

SVC: Was bedeutet der Lockdown für Sie und Ihr Unternehmen?

Fabio Ronga: Der Lockdown hatte keine operativen Auswirkungen auf uns, denn wir hatten uns seit über zwei Jahren mithilfe von Simulationen auf eine solche Situation vorbereitet. Diese Simulationen, die wir nicht immer mit einem Lächeln durchführten, waren eine Auflage einiger sehr grosser amerikanischer Kunden. Heute sind wir natürlich froh, dass man uns zu dieser Vorbereitung «gezwungen» hat.

Wie sind Sie mit der Corona-Krise umgegangen und wie gehen Sie heute mit der Krise um?

Wir haben gleich zu Beginn drei Grundsätze aufgestellt und uns eine Philosophie angeeignet.

  • Grundsatz 1: «Prepare for the Worst» – Es ist schon jetzt schlimm genug, bereiten wir uns also auf das Allerschlimmste vor. Danach ist jede Überraschung eine vergleichsweise positive Nachricht. Dieser Grundsatz treibt uns auch dazu an, schwierige Entscheidungen zu treffen, ohne Zeit zu verlieren.
  • Grundsatz 2: «Hope for the Best» – Die Vorbereitung auf den Worst Case darf uns nicht davon abhalten, optimistisch zu sein. Wir halten weiterhin Ausschau nach positiven Überraschungen, um möglichst stark davon zu profitieren.
  • Grundsatz 3: «Be ready to change your mind.» Dieser dritte Grundsatz ist meines Erachtens der Schlüsselfaktor für die erfolgreiche Bewältigung dieser Krise. Man muss bereit sein, seine Meinung und seine Richtung radikal zu ändern, wenn neue Informationen verfügbar werden.

Und die allgemeine Philosophie, die wir uns auf die Fahnen geschrieben haben, bestand darin, die Krise als «Vorwand» zu nutzen, um sofort alle Änderungen vorzunehmen, die seit Langem anstanden. Mit diesem Ansatz werden wir zwar nicht zwangsläufig gestärkt aus der Krise hervorgehen, aber sicherlich in einer angesichts der Umstände optimalen Form.

An was haben Sie sich während des Lockdowns gewöhnt, was würden Sie gerne auch in Zukunft beibehalten?

Privat hat es mir besonders gefallen, jeden Tag gemeinsam mit meiner Familie Mountainbike fahren zu können ... auch wenn sich das leider nicht langfristig beibehalten lassen wird. Auf der beruflichen Ebene ist es so, dass wir vor der Krise nur sehr wenige Mitarbeitende hatten, die im Home-Office arbeiteten. Jetzt haben alle Mitarbeitenden die Möglichkeit, zwei Tage pro Woche von zu Hause aus zu arbeiten.

Wie sehen Sie die Zukunft?

Ich orientiere mich mehr denn ja an den drei genannten Grundsätzen: Ich glaube, dass das Ende der Krise noch sehr, sehr weit entfernt ist und dass wir daher weiterhin mit einem Worst-Case-Szenario arbeiten müssen. Dabei müssen wir weiter nach Chancen Ausschau halten, um sie im richtigen Moment nutzen zu können. Gleichwohl bin ich jederzeit bereit, meine Meinung vollständig zu ändern, wenn neue Informationen dies rechtfertigen.

Gewinner Prix SVC Suisse romande 2018

«Ich habe nicht mit dem Sieg gerechnet», gibt Fabio Ronga, CEO von beqom, zu. «Aufgrund der starken Konkurrenz habe ich erwartet, etwa auf dem dritten Rang zu landen.» Doch beqom setzte sich gegen die fünf Konkurrenten durch und gewann im November 2018 den Prix SVC Suisse romande. 

Drei Millionen Nutzer vertrauen auf beqom 

beqom hat es in nur zehn Jahren ganz nach oben geschafft: Das Unternehmen wurde 2009 in Nyon gegründet und hat sich auf die Entwicklung von Vergütungssoftware für Grossunternehmen spezialisiert. Bereits drei Jahre später eröffnete beqom einen Standort in den USA, um Microsoft, einen seiner ersten Kunden, vor Ort betreuen zu können. Mittlerweile beschäftigt beqom rund 150 Mitarbeitende und versorgt weitere Grosskonzerne wie Vodafone, ExxonMobil, Daimler oder die Swisscom mit seinen innovativen Produkten. Über drei Millionen Nutzer verwenden heute die integrierte Plattform, die alle Performance- und Kompensationsaspekte abdeckt und es Managern ermöglicht, die Zufriedenheit von Mitarbeitenden und Partnern sicherzustellen.

Fabio Ronga CEO

Das Hauptziel von Fabio ist es, dass die Menschen bei beqom glücklich sind. Er steuert die Unternehmensstrategie und sorgt dafür, dass sie von allen verstanden und mitgestaltet wird. 

Fabio kam von SAP zu beqom und verbrachte seine Karriere mit der Entwicklung, Vermarktung und Implementierung innovativer Unternehmenssoftware in Nordamerika, Europa und Asien.