Der Korrosionsindex soll bestehende Erfahrungswerte von Fenster von Sky-Frame einbeziehen; im Bild ein Sky-Frame-Fenster in einem schwimmenden Haus der dänischen Bjahrke Ingels Group. Bild: Sky-Frame AG
Frauenfeld/Tägerwilen TG - Sky-Frame und das Institut für Werkstoffsystemtechnik Thurgau (WITG) wollen das Korrosionsrisiko für Materialien wie Aluminium oder Edelstahl mithilfe eines globalen Index ermitteln. Damit möchte der Hersteller rahmenloser Schiebefenster Garantiebedingungen an Geokoordinaten koppeln.
(CONNECT) Sky-Frame aus Frauenfeld und das WITG untersuchen gemeinsam, ob auf Basis verfügbarer Wetter- und Klimadaten ein globaler Korrosionsindex entwickelt werden kann. Dieses Projekt wird mit einem Innovationsscheck von Innosuisse unterstützt. Die Fördersumme von maximal 15'000 Franken der Schweizerischen Innovationsagentur ist eine Gutschrift für eine Vorstudie. Sie ermöglicht es, Ideen, Ideenstudien und Analysen zum Innovations- und Marktpotenzial bei einem Schweizer Forschungspartner zu beauftragen und die Zusammenarbeit mit diesem zu testen.
In das Projekt mit Sky-Frame bringt das WITG seine Expertise bezüglich Korrosion und Bewertung von Werkstoffeigenschaften ein. In einem ersten Schritt werden laut einer Mitteilung reale Projektstandorte mit verfügbaren Klimadatenbanken verknüpft und bestehende Erfahrungswerte aus der Anwendung systematisch ausgewertet. Daraus entsteht unter Berücksichtigung von Faktoren wie Meeresnähe, Windrichtung und projektspezifischen Mikroklimabedingungen ein erster, wissenschaftlich fundierter Ansatz zur Risikoklassifizierung.
„Dieses Projekt zeigt exemplarisch, dass sich Innovationsideen nicht im Bereich von ,Rocketscience' bewegen müssen, um gefördert zu werden“, so das WITG. Stattdessen sollen sie dem Unternehmen einen nachhaltigen Nutzen und zukünftigen Mehrwert bieten und dabei eine Risikokomponente bei der Umsetzung und damit die Möglichkeit des Scheiterns beinhalten. ce/mm