IWB will beim Fernheizkraftwerk Volta einen grossen Wärmespeicher errichten. Visualisierung: IWB
Basel - IWB will den Anteil klimaneutral produzierter Wärme in Basel steigern. Dazu plant das Unternehmen den Bau eines grossen Wärmespeichers beim Fernheizkraftwerk Volta. Er soll Wärme aus Holzkraftwerken und Müllverbrennung als heisses Wasser zwischenspeichern.
(CONNECT) Die Industriellen Werke Basel (IWB) wollen klimaneutral produzierte Wärme besser ins Basler Fernwärmenetz integrieren. Dazu soll das Fernheizkraftwerk Volta in Basel einen Wärmespeicher mit einer Kapazität von 400 Megawattstunden bekommen, informiert IWB in einer Mitteilung. Mit dem Bau soll noch in diesem Winter begonnen werden.
Der neue Wärmespeicher wird tagsüber nicht unmittelbar benötigte Wärme aus Holzkraftwerken und der Kehrichtverwertungsanlage als heisses Wasser zwischenspeichern. In Bezugsspitzen frühmorgens und abends kann die Wärme dann wieder ins Fernwärmenetz eingespeist werden. Das selbstständige Unternehmen im Besitz des Kantons Basel-Stadt rechnet damit, dass durch den Einsatz des Wärmespeichers derzeit noch mit Erdgas betriebene Fernwärmeanlagen seltener eingesetzt werden müssen.
Aktuell gehen noch rund 20 Prozent der Fernwärme in Basel auf den Einsatz von Erdgas zurück. Bis 2035 will IWB die Fernwärmeproduktion vollständig auf Abwärme und erneuerbare Energien umstellen. Dafür soll auch der zuletzt im Fernheizkraftwerk Volta eingebaute Multifuel-Kessel vom Betrieb mit Erdgas auf Holzstaub oder erneuerbare Gase umgestellt werden. Das Fernheizkraftwerk Volta bildet laut IWB den wichtigsten Knotenpunkt der Fernwärmeversorgung in Basel. Hier werden heisses Wasser für das Fernwärmenetz, Dampf als Prozessenergie und Strom hergestellt. ce/hs