Sie weihen Combiconnect ein (v.l.n.r.): Heinrich Schellenberg (Schweizer Botschafter in Spanien), Àlex Garcia Formatjé (Generaldirektor des Hafens von Barcelona), Hupac-Verwaltungsratspräsident Hans-Jörg Bertschi, Manel Nadal (Generalidad de Catalunya), Elena Gonzalez (ADIF), Joan Calabuig (Mediterranean Corridor), Susi López (Directora General de Transports i Mobilitat). Bild: Hupac
Chiasso TI/Madrid/Barcelona - Hupac und TPNOVA haben ihr Terminal in Barcelona offiziell eingeweiht. Damit wollen sie erreichen, dass europaweit mehr Güterverkehr von der Strasse auf die Schienen verlagert wird. Der Terminal verbindet den Logistikknotenpunkt Spanien mit den wichtigsten Zielen in Europa.
(CONNECT) Hupac aus Chiasso und Tpnova Rail & Logistics Services SL (TPNOVA) aus Madrid haben das Güterterminal ihres zeitlich befristeten Gemeinschaftsunternehmens Combiconnect Barcelona eröffnet. Dies sei ein wichtiger Schritt für die Entwicklungsstrategie in Spanien und Europa, wird Britta Weber, CEO der Hupac Gruppe, von der offiziellen Eröffnung zitiert. Laut einer Mitteilung bilde das bereits seit Januar betriebene Terminal die ideale Plattform für zukünftiges Wachstum. Besonders im Blick seien „effiziente und nachhaltige Verbindungen“ im europäischen Güterschienenverkehr.
In Barcelona fungiere der Infrastrukturknotenpunkt innerhalb eines grossen europäischen Netzwerks als Zugang und Umschlagsplatz für internationale intermodale Verkehrsströme. Dadurch sei auch die Iberische Halbinsel besser an das europäische Schienengüterverkehrsnetz angebunden. Denn obwohl Spanien als eine der dynamischsten Volkswirtschaften Europas gelte, werde aktuell nur ein geringer Anteil der Güter im Import und Export per Schiene transportiert. Ziel des ersten Terminals von Hupac auf der Iberischen Halbinsel und dem elften eigenen in Europa sei es, Zugang zum kombinierten Verkehr zu schaffen und ein Zeichen für eine nachhaltigere Logistik zu setzen, wird Hans-Jörg Bertschi, Präsident der Hupac Gruppe, zitiert.
Das neue Terminal umfasst vier Geleise mit 700 Metern Gleislänge unter zwei Portalkranen und biete eine maximale Kapazität von 130'000 Ladeeinheiten. Erwartet wird dadurch eine „erhebliche Verlagerung“ des europaweiten Güterverkehrs von der Strasse auf die Schiene, von Antwerpen bis Süditalien sowie in östliche Richtung bis zu Märkten im Fernen Osten. ce/heg