Elevator Talk – Eine Liftfahrt mit Markus Balmer, Leiter Vertrieb bei IWB

IWB ist das Unternehmen für Energie, Wasser, Mobilität und Telekom. Es versorgt seine Kunden in der Region Basel und darüber hinaus. IWB ist führend als Dienstleister für erneuerbare Energie und Energieeffizienz. In diesem Elevator Talk erfahren Sie, wie Markus Balmer mit Zeitdruck umgeht, und wie man von aussen unterschiedlich beurteilt wird, abhängig davon, welche Rolle man einnimmt.

Treppe oder Lift?
Immer anders, je nach Lust, Last, Laune und Flughöhe. Und kommt stark drauf an, wie der Lift aussieht.

Wie kommen Sie mit Personen ins Gespräch?
Um Leute anzusprechen, nutze ich am liebsten alltägliche Zufälligkeiten oder eine gewisse Situationskomik - mit etwas Humor geht vieles leichter. Aber ich schätze es auch sehr, wenn man mich angeht und in spannende Gespräche verwickelt.

Stichwort Elevator Pitch: Wie gehen Sie mit (Zeit-)Druck um?
Ich orientiere mich eher an Zielen oder Wünschen und akzeptiere dann den Druck, der daraus entsteht oder ausgehalten werden muss. Auch mache ich lieber etwas mehr und komme zeitlich unter Druck, als dass ich auf Dinge verzichte, nur um früher oder mit weniger Stress fertig zu sein. Auch hier gilt es natürlich ein gewisses Gleichgewicht zu finden.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich denke, das war am Eidgenössischen Schützenfest in Chur als unter 10-Jähriger (als Warner?), danach folgten als Schüler Ferienjobs in Schulhaus-Reinigungsteams, an industriellen Fliessbändern und im Gastgewerbe. Während meines Studiums an der ETH Zürich habe ich abends und an Wochenenden zu 50% als Kellner gearbeitet. Ich fand immer spannend zu sehen, wie man in unterschiedlichen Rollen, die man einnimmt, von aussen unterschiedlich beurteilt wird.

Wie lauten Ihre Führungsgrundsätze?
Die gibt es nicht so pauschal. Ich glaube an konsistente Zielbilder und hohes Engagement diese zu erreichen. In meiner Führung von verschiedenen Individuen, versuche ich vertrauensvolle und konstruktive Beziehungen aufzubauen – immer situativ und personenbezogen. Bei der Führung von ganzen Teams, versuche ich den Gestaltungsraum des Teams möglichst gross zu machen: das Team soll viel können, viel wollen und auch viel dürfen. Um dies möglich zu machen, gilt es auf verschiedenen Ebenen Einfluss zu nehmen. Und bei allen kleinen und grossen Widerständen, die uns allen täglich begegnen, versuche ich für mich immer offen, freundlich, möglichst ausgeglichen und selbstmotiviert zu bleiben. 

Wie reagieren Sie auf Kritik?
Kritik ist etwas sehr Wichtiges, da versuche ich gut hinzuhören, zu verstehen und mich zu bedanken – auch wenn sich die Kritik im ersten Moment selten gut anfühlt. Im zweiten Schritt gilt es dann entweder sich selbst oder Dinge, die im Einflussbereich sind, anzupassen – oder im Falle unberechtigter Kritik konstruktiv dagegenzuhalten.

Was ist für Sie im Arbeitsalltag unverzichtbar? 
Brille oder Linsen, viel Kaffee, Fishermans Friends, Spotify, Kopfhörer, Laptop und iPhone – ohne Letzteres geht nichts mehr.

Wo sehen Sie Ihr Unternehmen in 10 Jahren?
In der klassischen Energieversorgung stabil wie seit 150 Jahren, in der dezentralen Energieversorgung mit Wachstum in der Schweiz rund um Photovoltaik, Speicherung, Elektromobilität und Wärme/Kälte. Wir wollen ein starker «Top Ten Player» im Energiemarkt Schweiz sein und bleiben.

Und wo die Schweizer Wirtschaft?
In den letzten drei Jahren haben wir alle zu spüren bekommen, dass eine prosperierende Volkswirtschaft Schweiz nicht Gott gegeben ist. Das ist auch gut so. Ich erhoffe mir, dass die wichtigen Kräfte im Lande nicht weiter polarisieren, sondern mit konstruktiven Kompromissen klare Rahmenbedingungen für die Wirtschaft möglich machen. Relativ zu unseren Nachbarländern hat die Schweiz Krisen in der Regel gut gemeistert. Tragen wir unser Bestes dazu bei. Jammern hilft nicht.

Wem würden Sie gerne einen Preis verleihen?
Dem CO2, am liebsten einen global anerkannten. Ich glaube, ein globales Emissionshandelssystem für CO2 könnte eine sinnvolle Massnahme gegen den Klimawandel sein.
 

Elevator Talk Markus Balmer, IWB